Ein klassischer Gewerbemietvertrag läuft drei bis fünf Jahre. Wer nicht weiß, wie groß die Firma in zwei Jahren ist, zahlt entweder für leere Fläche oder zieht mit Vertragsstrafe aus. Möblierte Büros mit kurzer Laufzeit lösen das, aber nicht umsonst. Hier ist die Rechnung.
Die Staffel
- Zwölf Monate sind die Basis: der Listenpreis, drei Monate Kündigungsfrist.
- Monatlich kündbar: plus 20 Prozent.
- Sechs Monate: plus 10 Prozent.
- 24 Monate: minus 5 Prozent.
- 36 Monate: minus 8 Prozent.
Beispiel: Büro 12-10 in West, 16 m², 2 Plätze
1.133 € bei zwölf Monaten. Monatlich kündbar 1.360 €, sechs Monate 1.246 €, 24 Monate 1.076 €, 36 Monate 1.042 €. Alles netto, möbliert, mit Internet, Reinigung und Servicepauschale.
Wann monatlich kündbar richtig ist
Bei Projekten mit offenem Ende, bei Interimsbüros nach einem Schaden, in den ersten Monaten einer Gründung. Sie zahlen ein Fünftel mehr und können zum Monatsende gehen. Für Gründer im ersten Jahr gibt es das Gründerbüro: 300 € im Monat, monatlich kündbar ohne Aufschlag.
Wann zwölf Monate reichen
Für die meisten. Wer wächst, wechselt im Haus in einen größeren Raum, die Restlaufzeit wird angerechnet. Wer schrumpft, tauscht in einen kleineren. Der Vertrag endet nicht, er wird angepasst.
Wann sich 24 oder 36 Monate lohnen
Wenn der Standort feststeht und die Teamgröße stabil ist. Fünf oder acht Prozent Nachlass auf zwei oder drei Jahre sind bei einem Teambüro ein vierstelliger Betrag.
Was Sie vorher fragen sollten
- Was passiert bei Wachstum: Gibt es den nächsten Raum im selben Haus?
- Wie wird die Restlaufzeit beim Wechsel angerechnet?
- Was kostet die Kündigung vor Ablauf, und gibt es eine Nachmieterregel?
- Wie hoch ist die Kaution, und wann kommt sie zurück?

